Mitglied der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Württemberg e.V.

Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Landesverband Württemberg

Über uns und unsere Krankheit

 

FREUNDESKREIS FÜR SUCHTKRANKENHILFE

Zu unserem Namen "Freundeskreis"

Ein Freund ist ein Mensch, der mich versteht, mich annimmt, so wie ich bin und mich nicht in eine Schublade steckt. Freunde sind offen zueinander, schätzen sich gegenseitig wert und nehmen sich ernst. Zwischen Freunden kommt es nicht auf Leistung und Gegenleistung an.

Alkoholismus wurde 1968 als Krankheit anerkannt. Sie ist nicht heilbar, aber sie kann durch aktives Bemühen der Betroffenen und ihrer Angehörigen um einen Zustand der "zufriedenen Abstinenz" am Ausbrechen gehindert werden.

Dabei wollen wir Ihnen helfen und sehen für uns als Aufgaben: Betroffenen und Angehörigen mit Rat und Hilfe zur Verfügung zu stehen. Angehörigen alkoholkranker Menschen zu helfen, aus dem "Suchtkarussel" auszusteigen. Uns durch Gespräche über alltägliche Probleme den "Druck" vom Leib zu halten, der uns wieder dazu führen könnte, den Alkohol als "Medizin" einzusetzen. Gesprächskreis für diejenigen sein, die sich auf einen Aufenthalt in einer Fachklinik vorbereiten, oder für die Zeit "danach" um Rückfällen in die "nasse Phase" der Krankheit vorzubeugen.

 

DER SUCHTKREISLAUF DES KRANKEN UND DIE TORTUR DER ANGEHÖRIGEN

Alkoholkranke Menschen begleiten Vorwürfe von außen und Verzweiflung über die eigene Schwäche, den Alkohol nicht beherrschen zu können.Der Betroffene steckt in einem Kreislauf: Er verspricht, mit dem Trinken aufhören zu wollen und kann diesen Vorsatz nicht einhalten. Mit Lügen erklärt er, warum er nicht anders handeln kann. Er verzweifelt an seiner Unfähigkeit und bemitleidet sich, kein Verständnis zu finden. Auf Vorhaltungen und Androhung von Konsequenzen hin verspricht er, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Für Angeörige ist das eine Tortur. Sie wollen helfen und wissen nicht wie; möchten Vertrauen schenken und werden immer wieder enttäuscht; möchten die Alkoholprobleme vor der Umgebung verheimlichen und bauen mit an einem Lügenzaun um die Familie. Der Kreislauf des Kranken und die Tortur für die Angehörigen enden erst, wenn der Alkoholiker seine Machtlosigkeit gegenüber dem Alkohol sich und anderen eingesteht.